Ich möchte ehrlich mit dir sein: Ich bin selbst schon so oft an Selfcare gescheitert.
Da ist zum Beispiel die Sache mit der Bewegung. Ich weiß, wie gut mir Wandern und Radfahren tun. Ich liebe es, in der Natur zu sein, die frische Luft, das Gefühl danach. Und trotzdem schaffe ich es immer wieder nicht, mir die Zeit dafür zu nehmen.
Es gibt immer etwas Wichtigeres: Eine Kundin braucht noch einen Termin, die Unterlagen für die Hypnose-Ausbildung müssen fertig werden, ein Blogartikel will geschrieben sein. Und plötzlich sind Wochen vergangen, in denen ich kaum vor die Tür gekommen bin. Dann ärgere ich mich über mich selbst: „Du weißt doch, dass du das brauchst!“
Noch schlimmer ist es mit dem Schlaf. Ich weiß genau, dass ich mindestens sieben Stunden brauche, um gut zu funktionieren. Aber dann sitze ich abends noch am Computer, „nur noch schnell“ diese eine E-Mail, dieser eine Text, diese eine Idee umsetzen. Und plötzlich ist es Mitternacht, und am nächsten Morgen fühle ich mich wie gerädert.
Jedes Mal dasselbe Muster: Aus etwas, das mir eigentlich guttun würde, wird ein weiteres „Ich sollte aber …“ in meinem Kopf.
Die Bewegung, die mir Energie geben würde. Der Schlaf, der mich regenerieren würde. Ich weiß es. Und trotzdem schiebe ich es auf – für die Arbeit, für andere, für vermeintlich Wichtigeres.
Und dann kommt der Moment, wo der Körper nicht mehr mitmacht. Wo ich merke: So geht es nicht weiter.
0 Kommentare