10 kleine Dinge, die mich innerlich stark machen

Last Updated on 30.07.26 by Andrea Forsthuber

Dieser Blogartikel ist im Rahmen der Blogparade „10 kleine Dinge, die mich innerlich stark machen“ von Grit Schönherr entstanden. Das Thema hat mich sofort berührt – weil innere Stärke für mich heute etwas ganz anderes bedeutet als früher.

Lange dachte ich, innere Stärke hätte etwas mit Zusammenreißen zu tun. Mit Durchhalten, Disziplin, mehr wollen. Heute weiß ich: Für mich ist es fast das Gegenteil. Meine Kraft kommt nicht aus dem Festhalten, sondern aus dem Loslassen. Nicht aus der Kontrolle, sondern aus der Verbindung zu mir selbst. Und sie steckt selten in den großen Gesten – sondern in den kleinen, unscheinbaren Dingen, die ich mir Tag für Tag schenke.

Hier sind zehn davon.

2. Auch mal bewusst nichts tun

Ich darf einfach sein. Ohne Programm, ohne To-do, ohne dass etwas dabei „herauskommen“ muss. Nichtstun ist für mich kein Leerlauf, sondern eine Kraftquelle. Gerade weil ich mir erlaube, nichts zu leisten, fülle ich mich wieder auf.

3. Meine To-do-Liste als äußeres Gedächtnis

Wenn mein Kopf voll ist, schreibe ich alles auf. Nicht, um mich unter Druck zu setzen, sondern um mich zu entlasten. Sobald es auf der Liste steht, muss ich es nicht mehr mit mir herumschleppen. Ich kann mich darauf verlassen, dass es nicht verloren geht – und mein Kopf wird wieder frei.

4. Neurokreatives zeichnen und malen

Wenn zu viel in mir ist, greife ich zu Stift und Papier. Das neurokreative Zeichnen ordnet, was innerlich durcheinander ist. Meine Kreativität ist für mich wie ein Ventil: Beim Malen und Zeichnen komme ich zur Ruhe, ohne etwas erklären oder verstehen zu müssen.

5. Raus in die Natur

Ich habe keinen bestimmten Kraftort – meine Kraftquelle ist die Natur an sich. Beim Spazierengehen, Wandern oder Radfahren wird alles wieder weiter und leichter. Die Bewegung im Freien bringt meine Gedanken in Fluss und mich zurück ins Gleichgewicht.

6. Mein Satz: „Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu mir selbst.“

Dieser eine Satz trägt mich immer wieder. Ein Nein ist für mich längst keine Absage mehr an die anderen, sondern eine liebevolle Zusage an mich. Grenzen zu setzen fühlt sich nicht egoistisch an – es fühlt sich ehrlich an.

7. Regelmäßig ein paar freie Tage nur für mich

Ich warte nicht, bis ich ausgebrannt bin. Ich baue mir bewusst immer wieder ein paar freie Tage ein – Zeit für mich, für meinen Partner, für meine Familie. Diese kleinen Auszeiten sind es, die mir wirklich viel Kraft geben und mich innerlich stabil halten.

8. Zeit mit meinen Enkeltöchtern

Mit meinen Enkeltöchtern zu spielen, zu lachen, einfach da zu sein – das erdet mich wie kaum etwas anderes. In diesen Momenten bin ich ganz im Jetzt. Ihre Leichtigkeit erinnert mich daran, wie schön das Einfache ist.

9. Pausen einbauen, bevor es zu viel wird

Meine wichtigste Gewohnheit möchte ich nicht mehr missen: bewusst Pausen zu machen, statt es überhaupt erst so weit kommen zu lassen. Ich versuche gar nicht mehr, bis an die Grenze zu gehen und dann zu reparieren – sondern früh gut für mich zu sorgen. Das ist Fürsorge statt Feuerwehr.

10. Der Freude folgen – und mich zuerst auffüllen

Woran ich merke, dass mich etwas wirklich stärkt? An der Freude. An dem, was ich immer wieder gern tue, worauf ich mich freue und wonach es mir um vieles besser geht als vorher. Die Freude ist mein Kompass. Und dahinter steht eine tiefe Überzeugung: Aus einem halb leeren Glas kann ich nicht ewig ausschenken. Nur wenn es mir gut geht, kann ich auch für andere da sein.

Was all diese kleinen Dinge gemeinsam haben

Wenn ich auf meine Liste schaue, entdecke ich einen roten Faden: Es geht immer darum, bei mir zu bleiben. Innezuhalten statt zu funktionieren, Grenzen zu setzen statt mich zu verbiegen, mich aufzufüllen statt mich zu verausgaben.

Genau das ist auch das Herzstück meiner Arbeit mit Frauen – dieses Vertrauen, dass echte Stärke nicht aus mehr Kontrolle entsteht, sondern aus der Verbindung zu uns selbst. Innere Stärke ist für mich keine Kraftanstrengung. Sie ist eine Sammlung vieler kleiner, liebevoller Entscheidungen für mich.

Und du? Welche kleinen Dinge machen dich innerlich stark? Ich würde mich freuen, wenn du in dich hineinhorchst – vielleicht hast du mehr davon, als dir gerade bewusst ist. Wenn du magst, schreib mir gern in den Kommentaren, was dir davon als Erstes eingefallen ist. Ich bin neugierig.

Andrea Forsthuber psychosoziale Beratung

Andrea Forsthuber

Psychosoziale Beraterin,
Hypnotiseurin und
Dipl. Ernährungs- & Präventionscoach, Neurographiktrainerin.

Ich unterstütze Menschen dabei, ihre Ziele zu erreichen.

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