Work-Life Balance bzw. wie reduziere ich Stress in meinem Leben

Work-Life-Balance was ist das eigentlich? Immer öfter hört man diesen Begriff. Wie wichtig ist diese Work-Life Balance eigentlich für uns Menschen?

Der Begriff WorkLifeBalance stammt aus dem Englischen, wie so viele Begriffe, die uns umgeben: Arbeit (work), Leben (life), Gleichgewicht (balance). Er beschreibt somit das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben (Freizeit).

Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, kommt es zu psychischen Belastungen. Wobei die Grenzen zur psychischen Belastung sehr individuell sind.

Psychische Fehlbelastungen bzw. Stress im Arbeitsalltag können unter anderem sein:

  • Zunehmender Zeit- und Termindruck
  • Beschleunigung, Arbeitsverdichtung
  • Wiederholung immer gleicher Arbeitsvorgänge in kurzen Zeitabständen
  • Informationsmangel oder -überflutung
  • Freundlichkeitsdruck, Umgang mit Leid und Krankheiten
  • Knappe Personalbemessung
  • Verwischen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit
  • Häufige Umstrukturierung, Angst vor Arbeitsplatzverlust
  • Fehlende Handlungsspielräume und mangelnde Beteiligungsmöglichkeiten
  • Isoliertes Arbeiten ohne Möglichkeit zu sozialen Kontakten
  • Lärm, Hitze, Kälte, Zwangshaltungen, enge räumliche Verhältnisse

Aber natürlich kann es auch in unserem Privaten Umfeld Fehlbelastungen bzw. zu Stress kommen:

  • Doppelbelastung Beruf und Familie
  • Kinder in der Trotzphase oder Pubertät
  • Homeschooling
  • Homeoffice
  • Streit mit dem Partner oder Freunden
  • Freizeit-Stress
Jeder Mensch reagiert anders auf diese Belastungen: Ängstlich oder traurig, hilflos, ärgerlich oder hektisch, vielleicht auch mit vermehrtem körperlichem Unwohlsein, körperlichen Symptomen.

Ganz oft ist es so, dass Betroffene, die unter psychischen Fehlbelastungen bzw. Stress stehen, die Übersicht über die Belastungen verlieren. Daher ist ein erster Schritt zur Stressbewältigung ein Innehalten, um wieder den Überblick über das Stressgeschehen zu gewinnen.

Der Volksmund weiß, wie unsere Organe sprechen:

Gelingt es den Betroffenen nicht, Stress gesund zu bewältigen, zeigt der Körper meist erste Warnsignale. In unserer Sprache gibt es viele Ausdrücke, die das sehr gut beschreiben.

Mögliche Stresssymptome können sein:

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Magenverstimmung
  • Angepasstheit
  • Irritierbarkeit
  • Durchfall / Verstopfung
  • Mangel an Energie
  • Gefühl der Hilfslosigkeit
  • Übermäßiges Essen
  • Auslassen von Mahlzeiten
  • Häufige Erkältung
  • Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  • Schlaflosigkeit
  • Erhöhter Konsum von Tabak, Alkohol, Schokolade
Viele Menschen verschärfen den Alltagsstress zusätzlich durch negative Gedanken oder Selbstvorwürfe. Betrachtet man diese Selbstvorwürfe genauer, wird deutlich, dass sie unbegründet sind. Gelingt es den Betroffenen, sich von diesen negativen Gedanken ein wenig zu distanzieren, ist oft schon viel gewonnen.

Was kann ich tun, um wieder in die Work-Life-Balance zu kommen bzw. meinen Stress-Level zu reduzieren?

Stress vermeiden bzw. die Stresssituation in die richtige Perspektive rücken:

  • Wie schlimm ist die Stresssituation wirklich?
  • Sterbe ich daran?
  • Werde ich dadurch stark benachteiligt?
  • Habe ich dann nichts mehr zu essen?
  • Verliere ich meine Stellung?
Work-Life-Balance

Eßgewohnheiten:

Ernährungsexperten sind sich darüber einig, dass weniger gesättigte Fette, mehr Ballaststoffe, weniger Kalorien, so wenig wie möglich verarbeitete Lebensmittel, ausreichend Flüssigkeit (Wasser) einer gesunden Ernährung zuträglich sind. Koffein, Nikotin, Alkohol und konzentrierter Zucker erhöhen das Stress-Niveau. Achte deshalb auf deine Ess-, Trink- und Rauchgewohnheiten.

Körperliche Fitness:

Aus vielen Studien weiß man, dass Stress besser bewältigt werden kann, wenn man körperlich gut in Form ist. Eine gute Fitness wirkt sich nicht nur positiv auf unser Gehirn aus, sondern verlängert auch das Leben. Um in Form zu können braucht es regelmäßige Bewegung. Eine Faustregel könnte sein: Dreimal in der Woche durch körperliche Anstrengung außer Atem geraten und richtig schwitzen.

Ruhepausen sind wichtig für die Work-Life-Balance

Negative Vorstellungen vermeiden:

Man sollte versuchen nicht gleich an das Schlimmste zu denken. Oft werden Situationen unter Stress überbewertet. Es bringt nichts sich darüber zu ärgern, was alles passieren könnte. Versuche positive zu denken. Mache dir eine Liste mit den positiven Faktoren der Situation.

Entspannungstechniken bzw. Achtsamkeitsübungen:

Es werden viele Entspannungstechniken oder Achtsamkeitsübungen angeboten. Yoga, Meditation, Selbsthypnose, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung sind Hilfstechniken für eine tiefe Entspannung. Durch ihren geringen Aufwand bei der Anwendung sind das Autogene Training, Selbsthypnose oder auch die Progressive Muskelentspannung hervorragend geeignet, auch während der Arbeit bzw. in den Pausen eine Tiefe Entspannung herbeizuführen.

Bewusste Atmung bzw. Atemtechniken:

Unter Stress ändert sich unsere Atmung als erstes. Die Atmung ist aber auch als erstes kontrollierbar. Versuche es einfach einmal, atme langsam und regelmäßig, du wirst merken, wie sich dein Körper entspannt. Du reduzierst sofort dein Stress-Niveau.

Atemtechnik in 5 Stufen:

Jeder Atemzug sollte entspannt sein, so dass du fühlst, wie sich dein Bauch bewegt und die Bauchmuskeln sich entspannten.

Atemzug 1: Atme tief ein und wieder aus. Bei den 4 nachfolgenden Atemzügen mache dasselbe wie bei Atemzug 1. Beim Einatmen spannst du eine bestimmte Muskelgruppe an, beim Ausatmen entspannst du sie wieder.
Atemzug 2: Füße
Atemzug 3: Hände und Oberkörper
Atemzug 4: Kiefer
Atemzug 5: Untere Bauchpartie

Ruhepausen:

Der natürliche Rhythmus des Körpers ist: Arbeit – Ruhe – Arbeit – Ruhe … Sorge dafür, dass dein Körper diese Pausen bekommt. Gut ist es auch, zu anderen Zeitpunkten während des Tages kleine Ruhepausen, soweit möglich, einzulegen. Bei kleinen Kindern kann man diese Pausen sehr gut sehen und auch was passiert, wenn sie diese Pausen nicht bekommen. Ein kleines Kind, dass seinen Mittagsschlaf nicht bekommt ist unausstehlich. Alle Eltern wissen, wie wichtig diese Pause für ihr Kind ist. Nur leider vergessen wir im Laufe unseres Lebens die Wichtigkeit dieser Pausen.

Wichtig: Stelle die innere Uhr dabei sozusagen auf null. Nimmt die Pause bewusst wahr. Entscheidend ist nicht die Länge der Pause, sondern die Tatsache, dass du überhaupt eine Pause machst.

Work-Life-Balance brauchen wir um gesund zu bleiben

Vorbereitung auf deine Arbeit:

Um Stress zu vermeiden, hilft eine gründliche Vorbereitung. Dies gilt für Beruf und Privatleben gleichermaßen. Sorge dafür, dass du die Kenntnisse und Fähigkeiten hast, die du bei deiner Arbeit benötigst. Wenn du dich schon im Vorfeld mental auf einen harten Arbeitstag einstellst, wirst du weit weniger gestresst sein.

Schaffe Ordnung und Überblick bei der Arbeit: Die Ursachen für Stress und Müdigkeit können auch aus der Unsicherheit entstehen, die aus einem Mangel an Überblick resultieren. Halte Ordnung, sorge für einen übersichtlichen Arbeitsplatz.

Führe Todo-Listen, damit die Dinge aus deinem Kopf verschwinden dürfen. Alles was bereits aufgeschrieben wurde ist weniger belastend. Man kann es nicht vergessen und man bekommt einen Überblick was alles zu tun ist.

Suche dir Hilfe:

Wenn du deine Work-Life-Balance nicht mehr finden kannst oder du einfach nicht mehr weitkommst. Dein Stress egal was du tust, nicht weniger wird dann hole dir Hilfe. Bei Lebens- und Sozialberatern, psychologischen Beratern oder vielleicht auch bei einem Psychotherapeuten kannst du Hilfe finde. Es gibt genau den richtigen Berater oder Baraterin für Dich!

Wie kommst du zu deiner Work-Life-Balance bzw. wie reduzierst du deinen Stress?
Ich freue mich auf deine Antworten.

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